06.03.2026: Autorinnen-Text-Chor in der Bücherei Wieden
Der ≠igfem AutorinnenTextChor bringt feministische Texte und Perspektiven in einer kraftvollen, kollektiven Performance in den öffentlichen Raum. Literatur wird dabei nicht gelesen, sondern gesprochen, geschichtet, geflüstert und gerufen – als vielstimmiger Klangraum, der Sprache körperlich und politisch erfahrbar macht.
Im Rahmen des Internationalen Frauentags verbindet die Performance Literatur, Kunst und gesellschaftskritischen Dialog. Die Stimmen der Autorinnen treten als Chor auf: einzeln, gemeinsam, widersprechend und verstärkend. So entsteht ein interaktives und inklusives Format, das zum Zuhören, Nachdenken und Austausch einlädt und feministische Themen für ein breites Publikum zugänglich macht.
Mitwirkende Autorinnen:
Gerlinde Hacker, Doro Pointner, Julia Heiligenbrunner, dan*ela beuren, Melissa Tara Nielsen, Susanne Sommer, Judith Haunold, Astrid Perz, Beate Friedl, Margit Benedek , Martina Onyegbula, Katrina Mogler, Gaby del Fabro, Eva Surma, raven e. marble, Ingrid Draxl, Corinna Dietrich
Choreografin: Waltraud Schopf-Suchy
Projektleitung: Gerlinde Hacker
06.03.2026, 16.30 Uhr
Bücherei Wieden, Paulanergasse 1, 1040 Wien
Wer wir sind
≠igfem – Interessensgemeinschaft feministischer Autorinnen versteht sich als literarisches und künstlerisches Labor für feministische Literatur, Performance und gesellschaftspolitische Interventionen. Die Arbeit reicht von Schreibgruppen und Publikationen bis zu kollektiven Performances im öffentlichen Raum. www.igfem.at
Mitmach-Honorar für ≠igfem-Autorinnen: EUR 150,00. Bei Interesse am Autorinnen-Text-Chor oder Mitwirken bei der ≠igfem: support@igfem.at.
Der Autorinnen-Text-Chor in der Bücherei Wieden ist gefördert vom Bezirk Wieden.
Hier geht es zu den Biografien der beim Autorinnen-Text-Chor mitwirkenden Autorinnen:
Waltraud Schopf-Suchy, schreibt Lyrik, Kurzprosa und Dramolette; Lyrik erschienen in mehreren Anthologien und Literaturzeitschriften; zuletzt in “Störfeuer” (2024). Drama- und Theaterpädagogin. Leiterin und Choreografin des Autorinnen-Text-Chors der ≠igfem.
dan*ela beuren, lebt in Wien als Autorin von Lyrik und Kurzprosa, Minidramen, Rätseln, Übersetzungen, Songs. Ab 1984 Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften (deutsch/englisch/mehrsprachig). Zahlreiche Lesungen und literarische Performances, solo und im Autorinnenkollektiv grauenfruppe. Buchveröffentlichung: Das Lexikon der Lust der grauenfruppe (Bibliothek der Provinz) Siemens Literaturpreis 2003, Jurypreis beim Ö1-Lyrikwettbewerb 2015 (beide gemeinsam mit der grauenfruppe). Mitglied bei der GAV (Grazer Autorinnen Autoren Versammlung), IG Autorinnen Autoren, Forum Literaturübersetzen, GewissS (Gesellschaft für wissenschaftliches Schreiben). Lehrtätigkeit an Hochschulen und Volkshochschulen mit den Schwerpunkten Schreiben, Translation und Gender; freie Schreibberaterin. www.grauenfruppe.at www.sprach-raum.at.
Corinna Dietrich, 1983 in Österreich geboren, ist eine Autorin, die sich von Journalismus zu Fundraising bewegt hat – mit Expertise in sozialen und ökologischen Projekten. Ihre Lebensrealitäten und ihr Engagement weltweit haben ihre Sichtweise geprägt. Sie hat in Städten wie Wien und Berlin in Medien und Anthologien veröffentlicht und auf Comedy-Bühnen gestanden, sie ist Mitglied von ≠igfem. Ihre aktuelle literarische Arbeit vertieft die Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der Gegenwart und lädt Lesende ein, ihre Perspektive auf richtiges Handeln für eine bessere Zukunft zu hinterfragen. Es ist für die Autorin ein großes Privileg und Glück, zwischen den Welten zu springen, und damit manchmal auch in der Zeit. Sie hat Artikel und Essays in Medien und Anthologien veröffentlicht, wie zuletzt Störfeuer 2024, Trapez 2025, Ungebunden im Rahmen des Blätterwirbels 2025 und dem Literaturmagazin Podium. Ihr Essayband Paradieses Kern ist 2025 erschienen und sie arbeitet an ihrem Roman. Bücher von Corinna Dietrich
Ingrid Draxl lebt und schreibt in Wien – Kurzprosa, Lyrik. 1983 Gründung der an.schläge mit Andrea Krakora und Brigitte Morscher. Fünf Jahre Herausgabe und Redaktion der an.schläge. Das Brettspiel „Geld & Leben“ – Feminismus, Wirtschaft und Gutes Leben hat sie mit Karin Wegscheider konzipiert, es ist 2012 erschienen. 2006 – 2018 „Begegnungen in Sprache“ – fremdsprachige Lesungen, organisiert mit Andrea Krakora. Seit Anfang 2023 ist sie bei der ≠igfem.
Gaby del Fabro, geboren 1958. Aufgewachsen auf einem Bauernhof im wilden Westen der Steiermark. Jus-Studium in Graz. Lebt in Wien und auf Reisen auf der ganzen Welt. Schreibt überall. Früher Verträge, immer Reisetagebuch, heute Kurzgeschichten und Erinnerungen. Paddelt und schwimmt leidenschaftlich gern. Jazz und Klassik bringen sie in Bewegung, das Malen, Zeichnen und Formen mit Ton zur Ruhe. Zieht sich oft mit einem Buch auf das Sofa, die Gartenliege oder an den Strand zurück. 2025 erschienen ihre Reiseerzählungen „Der höchste Berg Österreichs steht in Georgien“, Buchschmiede.
Gerlinde Hacker ist Autorin, Literaturaktivistin und Projektgestalterin mit Sitz in Wien. Als Gründerin und Präsidentin der ≠igfem – Interessensgemeinschaft feministischer Autorinnen – arbeitet sie seit Jahrzehnten an der Schnittstelle von Sprache, Gesellschaft und politischer Vision. Ihre literarische Praxis ist untrennbar mit ihrem gesellschaftspolitischen Engagement verwoben: In Schreiblaboren, Lesungen, Performances und Theoriegruppen schafft sie Räume für feministische Stimmen und widerständige Gedanken.
Mit Projekten wie Equal Pay, Equal Show, Equal Pension bringt sie Fragen der Gerechtigkeit in konkrete künstlerisch-politische Formate. Ihre Texte und Konzeptionen wurden u. a. bei Ö1, Radio Burgenland, Radio Helsinki, auf der Frankfurter Buchmesse, beim Schamrock-Festival in München und im Schauspielhaus Wien präsentiert. In ihren Performances und Anthologien, etwa störfeuer oder WeissNet, wird Literatur zur Intervention im öffentlichen Raum – lyrisch, mehrstimmig, unbequem. Hacker begreift das Schreiben als Form des Handelns, das Sichtbarmachen als politische Praxis. Mit ihrer Arbeit formt sie feministische Gegenwart und entwirft literarische Zukunft. www.gerlindehacker.com www.igfem.at
Foto: Thomas Reinagl
Judith Haunold, wurde 1969 geboren, studierte an der FH Steyr E-Business, 4 Kinder, war jahrelang als IT-Trainerin in der Erwachsenenbildung tätig, Sachbuch „Das E-Book im Klassenzimmer“ erschienen beim VDM-Verlag 2010, einige Veröffentlichungen in Anthologien, Alberndorfer Literaturpreis in der Kategorie Märchen 2019, Prämierung einiger Lyriktexte 2022 bei der Ausschreibung der ≠igfem, erstes Theaterstücks „Die Mücke im Elefantenglas“ (Uraufführung 2023), Teilnahme an diversen Lesungen und auch in anderen Kunstformen aktiv, neugierig und immer wieder auch mal eine Grenzgängerin zwischen den verschiedenen Welten.
Julia Heiligenbrunner, die gebürtige Oberösterreicherin lernte und arbeitete zuerst im Sozialbereich, später studierte sie in Wien und Peking Sinologie. Nach einigen Jahren in Ostasien lebt die vielinteressierte und sozial engagierte Wortkünstlerin nun wieder in Wien, wo sie mit Enthusiasmus schreibt und übersetzt. Zeitlebens für Gleichbehandlung die Fahnen schwingend, brennt sie für Feminismus und Inklusion. Seit jeher arbeitet sie mit Sprache/n, seit 2018 selbst und ständig im Felde dieser Leidenschaft für ihr eigenes Business feingeschrieben und derzeit auch an ihrem ersten Roman. feingeschrieben – Julia Heiligenbrunner
raven e. marble, Autorin und Literaturwissenschaftlerin mit diversen Brotjobs, schreibt Prosa, Lyrik und Texte zwischen den Gattungen, wie z.B. eine vierteljährliche Textserie in der perspektive.
Katrina Mogler, *1988 in Kärnten, lebt und arbeitet in Wien. Ihre Texte kreisen um die Themen Identität, Gewalt und Trauma. Prägend für ihre Arbeit war das Stolpern durch verschiedene Lebensrealitäten – eine Kindheit in den Bergen, mehrere Jobs, Studien und Reiseerfahrungen. Zuletzt schloss sie eine Ausbildung für Prävention und Intervention bei sexuellem Missbrauch ab. Mehrere Kurzgeschichten und Gedichte erschienen in Anthologien, Magazinen und eingesprochen im Radio. „Sorgenkinder“ ist der Arbeitstitel ihres ersten Romans.
Melissa Tara Nielsen, geb. in Deutschland, lebt seit 2017 in Wien. Sie hat Germanistik, Erziehungswissenschaft und Gender Studies studiert. Ihre Lyrik kreist um Erinnerung, Nähe und weibliche Selbstverortung – oft inmitten alltäglicher Situationen, die aus dem Gleichgewicht geraten. Die Natur wird dabei zum Spiegel innerer Bewegungen, Sprache zum Raum für Verletzlichkeit, Genuss und Widerstand. Ihre Texte verbinden emotionale Klarheit mit Sinnlichkeit und feinem Humor. Erschienen sind ihre Gedichte in zahlreichen Literaturzeitschriften und Anthologien, darunter *DER STANDARD*, *Koralle Magazin*, *Pappelblatt*, *Lyrischer Lorbeer*, *Frieling Verlag Berlin* und die *Schule für Dichtung Wien*. 2024 wurde sie mit dem Hildesheimer Lyrikpreis ausgezeichnet. Mehr auf www.melissataranielsen.com. Foto: Daniela Poschauko
Martina Onyegbula, lebt und arbeitet in Wien, Mutter dreier Töchter. Schreibt Lyrik und Prosa. Collagiert, tanzt und malt. Bisher erschienen drei Bücher im Verlag Libica – Herzasche und Frauen-Flügel, Herzatmen, Verdichtungen in moosgrün und herzblutrot. http://martinaonyegbula.at/
Astrid Perz arbeitet in München, Graz und Wien mit Schauspiel und Text und verbindet beide Ausdrucksformen in eigenen Projekten. Das Solostück *„Wurzeln der Ahnen – eine literarische Séance“* greift diesen Weg performativ auf. Die mehrsprachige und generationenübergreifende musikalische Lesung *FRAUENWELTEN* wurde 2025 für den Grazer Frauenpreis nominiert. Thematisch kreisen die Arbeiten um weibliche Geschichte, Verbundenheit und gesellschaftliche Verantwortung. Seit 2025 bei ≠igfem, Teil des Co-Writing. Foto: ©Bojan Ritan
Doro Pointner, geb. 1969, aufgewachsen in der Steiermark, lebt und arbeitet seit 2000 in Wien. Studium der Sprachwissenschaft und Philosophie. Publikation von Lyrik und Kurzprosa in Anthologien, Literaturzeitschriften und Rundfunk, zahlreiche Lesungen. 2021: Gedichtband „Früchte des Schnees“. Mitglied der Grazer Autorinnen Autorenversammlung (GAV) und Mitbegründerin der IG feministische Autorinnen. https://doropointnerblog.wordpress.com/
Susanne Sommer, geboren und aufgewachsen im Burgenland. Studium: Theater-, Film- und Medienwissenschaft und Sprachwissenschaft an der UniversitätWien; Regieassistenz an verschiedenen österreichischen Bühnen; Arbeiten für diverse Nachrichtenagenturen, Radiosender; Mutter eines Sohnes, Autorin, Sprecherin, Performerin; Veröffentlichungen in Zeitungen, Zeitschriften, Blogs, Rundfunk, Anthologien; zahlreiche Lesungen und Auszeichnungen, u.a. Burgenländischer Förderpreis für Literatur 2022 und 2025; Buch-Veröffentlichungen: „Willi Wunder“ (edition riedenburg. 2018), „See-le-ben“ (Berger, 2019), „Vom Wolkenschauen und Träumegießen“ (Berger, 2020); „Seiten einer Jungseefrau“ (Berger, 2022); „Zeiten einer Welt(t)raumfrau“ (Berger, 2023); Hörbuch: „Sommer-Poesie“ (2024); Buchprojekt bei LexLiszt; Mitglied bei: ≠igfem IG feministische Autorinnen, IG AutorInnen, Österreichische Haiku-Gesellschaft, GAV – Grazer AutorInnen Vereinigung– mehr unter www.textbewegungen.at – Foto: Bettina Hercher
Eva Surma, gebürtige Grazerin. Lebt und schreibt in Leibnitz, in der Südsteiermark, aber auch sehr gern am Meer und anderswo. Sie hat Deutsch als Fremdsprache in Graz, Judenburg und Modena im MA-Studium und Migrationswissenschaften, an der Donau Universität Krems studiert. Feminismus ist ihr Beruf und ihre Berufung. 2005 gründet sie gemeinsam mit der Geschlechterforscherin Sandra Jakomini den verein-freiraum, der fortan die Frauenberatungsstelle Leibnitz trägt. Zahlreiche Publikationen und Prämierungen. 2023 reklamiert sie ihr Meerschutzgedicht „Mare, il grande fratello blu“ auf der Piazza Unitá in Triest auf Italienisch und Deutsch, im Rahmen der Veranstaltung von Mare Nordest, gemeinsam mit ihrer feministischen Künstlerkollegin Qing Yue. Zuletzt: Sommerschnee (Lyrik. Keiper Verlag). Wenn Frauen zu sehr schuften. Vom Wunsch die Welt zu retten (gemeinsam mit Maria Rösslhumer. Keiper)





















