Festspiel Academy 2026 „FRAUEN*.FESTSPIEL.PRÄSENZ. Autorinnen und Komponistinnen“
97,7 Prozent der bei den Salzburger Festspielen von 1920 bis 2026 aufgeführten Werke stammen von Männern, lediglich 2,3 Prozent von Frauen. Dieses Recherche-Ergebnis des Interuniversitären Forschungsnetzwerks Elfriede Jelinek bildet den Ausgangspunkt der Festspiel Academy 2026 „FRAUEN*.FESTSPIEL.PRÄSENZ. Autorinnen und Komponistinnen“, die am 15. und 16. August 2026 in Kooperation mit dem Elfriede Jelinek-Forschungszentrum, der Universität Salzburg und der Universität Mozarteum Salzburg stattfindet.
Die Festspiel Academy 2026 fragt nach Autorinnen und Komponistinnen bei den Salzburger Festspielen, nach Uraufführungen, Werken und Schwerpunkten.
Mit der zeitlichen Nähe zur Uraufführung von Jelineks Unter Tieren (am 16.8. auf der Perner-Insel, Hallein) versteht sich die Festspiel Academy als wissenschaftliches Forum und diskursiver Resonanzraum: Sie nimmt die Jelinek-Uraufführung zum Anlass, die Position von Autorinnen und Komponistinnen bei den Salzburger Festspielen aus historischer und aktueller Perspektive zu beleuchten und Fragen nach Kanonbildung, Autor*innenschaft, Programmpolitik, Machtstrukturen und kulturpolitischen Rahmenbedingungen zu diskutieren.
Liebe Montags-Schreibgruppe in Wien, liebe Autorinnen,
gerne möchte ich euch einen Aufruf für die aktive Teilnahme an einer Lesung in Ulm 2027 zusenden, anlässlich der 650 Jahrfeier der Grundsteinlegung des Ulmer Münsters.
Hierfür suchen wir Autorinnen und Autoren aus Wien (sowie Freiburg und Köln), die sich vom Gesamtthema inspiriert sehen – das Ulmer Münster ist eine Bürgerkirche und KEINE Bischofskirche, die sich seit 1377 durch Spenden aus der Bürgerschaft finanziert, der demokratische Fingerzeig ist damit gegeben – und die sich vorstellen können eine anteilige Lesezeit von etwa 20 bis 22 Minuten zu halten.
Die Lesungen für das gesamte Projekt sollen zwischen Mitte Mai und Mitte August 2027 in Ulm stattfinden. Das Projekt wird vom Kulturreferat der Stadt Ulm gefördert und lässt ein Honorar von 400 Euro je Lesende/n zu, sowie die Erstattung von Fahrtkosten (Bahn, 2. Klasse) und mindestens eine oder zwei Übernachtungen. Zusätzlich planen wir am Tag vor den Lesungen einen Radioauftritt mit allen 4 Lesenden (2 Ulmer AutorInnen, 2 Wiener AutorInnen) bei Radio Free FM Ulm, einem freien Sender mit einer dauerhaften Reichweite von etwa 10.000 Zuhörern in der Region Ulm und Donau-Schwaben.
Das Gesamtprojekt und Vorstellung der Feierlichkeiten ist hier einzusehen. Eure Bewerbungen können bis 30.09.2026 an mich, Thomas Klinger, E-Mail: thomas.klinger.mensaion@web.de gesendet werden und sollten etwa 3 bis 5 Seiten des eigenen schriftstellerischen Schaffens spiegeln. Eine kurze Autorenbiographie wäre wünschenswert. Bei Fragen bin ich gerne zu erreichen.
Als Kassenwart der Ulmer Autoren ’81 e.V. bin ich hiermit im Auftrag des Vorstandes tätig, dessen Mitglied ich bin.
Wir freuen uns sehr auf Rücksprache, euer Interesse und eure Bewerbungen.
Mit herzlichen Grüßen, Thomas Klinger
(Autor, Verleger, Dichter und Philosoph) Mitglied der Ulmer Autoren ’81 e.V.
Beim Schreibretreat in Admont, begegneten die Autorinnen einer Frau, die Wissen nicht nur bewahrt, sondern zugänglich macht: MMag. Dr. Katja Maierhofer vom Archiv und der Bibliothek des Stiftes Admont. Zu ihren Aufgaben gehören die Betreuung wissenschaftlicher Anfragen zu den Beständen der Stiftsbibliothek sowie die Entwicklung von Vermittlungsprogrammen für eine interessierte Öffentlichkeit. Ein besonderes Anliegen ist ihr, den Zugang zu den reichen Buchbeständen des Stiftes für möglichst viele Menschen zu öffnen.
Das Stift Admont hat dabei auch im Bereich der Digitalisierung eine Vorreiterrolle übernommen. Mit den kostenlosen „Blick-ins-Buch“-Workshops wird sichtbar gemacht, was sich hinter den historischen Buchrücken verbirgt und welche Geschichten, Erkenntnisse und Perspektiven in den Beständen verborgen liegen. Besonders spannend ist Katja Maierhofers Blick auf die Rolle von Frauen in der Klostergeschichte. Immer wieder weist sie darauf hin, dass starke und kluge Frauen die Geschichte Admonts entscheidend mitgeprägt haben. Die Admonter Nonnen schufen im Mittelalter eine außergewöhnliche Bildungsstätte für junge Frauen. Auch die Gründung des Klosters geht auf eine bedeutende weibliche Persönlichkeit zurück: Hemma von Gurk, deren Weitblick und Engagement bis heute nachwirken. Für die ≠igfem ist diese Perspektive besonders interessant.
Wo Bibliotheken oft als neutrale Orte des Wissens erscheinen, stellt sich zugleich die Frage, welche Stimmen überliefert wurden, welche fehlen und welche Geschichten neu erzählt werden müssen.
Katja Maierhofer eröffnet mit ihrer Arbeit genau diesen Raum für Fragen, Reflexion und neue Perspektiven.
//igfem.at/wp-content/uploads/2023/09/logo-igfem-final-schwarz.png00Ingrid Draxl//igfem.at/wp-content/uploads/2023/09/logo-igfem-final-schwarz.pngIngrid Draxl2026-06-06 10:02:002026-06-08 09:37:46Frauen sichtbar machen im Gedächtnis des Kloster – Katja Maierhofer
15.-16.08.2026: Festspiel Academy 2026 „FRAUEN*.FESTSPIEL.PRÄSENZ.
Festspiel Academy 2026 „FRAUEN*.FESTSPIEL.PRÄSENZ. Autorinnen und Komponistinnen“
97,7 Prozent der bei den Salzburger Festspielen von 1920 bis 2026 aufgeführten Werke stammen von Männern, lediglich 2,3 Prozent von Frauen. Dieses Recherche-Ergebnis des Interuniversitären Forschungsnetzwerks Elfriede Jelinek bildet den Ausgangspunkt der Festspiel Academy 2026 „FRAUEN*.FESTSPIEL.PRÄSENZ. Autorinnen und Komponistinnen“, die am 15. und 16. August 2026 in Kooperation mit dem Elfriede Jelinek-Forschungszentrum, der Universität Salzburg und der Universität Mozarteum Salzburg stattfindet.
Die Festspiel Academy 2026 fragt nach Autorinnen und Komponistinnen bei den Salzburger Festspielen, nach Uraufführungen, Werken und Schwerpunkten.
Mit der zeitlichen Nähe zur Uraufführung von Jelineks Unter Tieren (am 16.8. auf der Perner-Insel, Hallein) versteht sich die Festspiel Academy als wissenschaftliches Forum und diskursiver Resonanzraum: Sie nimmt die Jelinek-Uraufführung zum Anlass, die Position von Autorinnen und Komponistinnen bei den Salzburger Festspielen aus historischer und aktueller Perspektive zu beleuchten und Fragen nach Kanonbildung, Autor*innenschaft, Programmpolitik, Machtstrukturen und kulturpolitischen Rahmenbedingungen zu diskutieren.
Weitere Infos zu „FRAUEN*.FESTSPIEL.PRÄSENZ. Autorinnen und Komponistinnen“
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Ulm 2027: 650 Jahre Ulmer Münster – Aufruf – Texte/ Lesung
Liebe Montags-Schreibgruppe in Wien, liebe Autorinnen,
gerne möchte ich euch einen Aufruf für die aktive Teilnahme an einer Lesung in Ulm 2027 zusenden, anlässlich der 650 Jahrfeier der Grundsteinlegung des Ulmer Münsters.
Hierfür suchen wir Autorinnen und Autoren aus Wien (sowie Freiburg und Köln), die sich vom Gesamtthema inspiriert sehen – das Ulmer Münster ist eine Bürgerkirche und KEINE Bischofskirche, die sich seit 1377 durch Spenden aus der Bürgerschaft finanziert, der demokratische Fingerzeig ist damit gegeben – und die sich vorstellen können eine anteilige Lesezeit von etwa 20 bis 22 Minuten zu halten.
Die Lesungen für das gesamte Projekt sollen zwischen Mitte Mai und Mitte August 2027 in Ulm stattfinden. Das Projekt wird vom Kulturreferat der Stadt Ulm gefördert und lässt ein Honorar von 400 Euro je Lesende/n zu, sowie die Erstattung von Fahrtkosten (Bahn, 2. Klasse) und mindestens eine oder zwei Übernachtungen. Zusätzlich planen wir am Tag vor den Lesungen einen Radioauftritt mit allen 4 Lesenden (2 Ulmer AutorInnen, 2 Wiener AutorInnen) bei Radio Free FM Ulm, einem freien Sender mit einer dauerhaften Reichweite von etwa 10.000 Zuhörern in der Region Ulm und Donau-Schwaben.
Das Gesamtprojekt und Vorstellung der Feierlichkeiten ist hier einzusehen. Eure Bewerbungen können bis 30.09.2026 an mich, Thomas Klinger, E-Mail: thomas.klinger.mensaion@web.de gesendet werden und sollten etwa 3 bis 5 Seiten des eigenen schriftstellerischen Schaffens spiegeln. Eine kurze Autorenbiographie wäre wünschenswert. Bei Fragen bin ich gerne zu erreichen.
Als Kassenwart der Ulmer Autoren ’81 e.V. bin ich hiermit im Auftrag des Vorstandes tätig, dessen Mitglied ich bin.
Wir freuen uns sehr auf Rücksprache, euer Interesse und eure Bewerbungen.
Mit herzlichen Grüßen, Thomas Klinger
(Autor, Verleger, Dichter und Philosoph) Mitglied der Ulmer Autoren ’81 e.V.
Frauen sichtbar machen im Gedächtnis des Kloster – Katja Maierhofer
Beim Schreibretreat in Admont, begegneten die Autorinnen einer Frau, die Wissen nicht nur bewahrt, sondern zugänglich macht: MMag. Dr. Katja Maierhofer vom Archiv und der Bibliothek des Stiftes Admont. Zu ihren Aufgaben gehören die Betreuung wissenschaftlicher Anfragen zu den Beständen der Stiftsbibliothek sowie die Entwicklung von Vermittlungsprogrammen für eine interessierte Öffentlichkeit. Ein besonderes Anliegen ist ihr, den Zugang zu den reichen Buchbeständen des Stiftes für möglichst viele Menschen zu öffnen.
Das Stift Admont hat dabei auch im Bereich der Digitalisierung eine Vorreiterrolle übernommen. Mit den kostenlosen „Blick-ins-Buch“-Workshops wird sichtbar gemacht, was sich hinter den historischen Buchrücken verbirgt und welche Geschichten, Erkenntnisse und Perspektiven in den Beständen verborgen liegen. Besonders spannend ist Katja Maierhofers Blick auf die Rolle von Frauen in der Klostergeschichte. Immer wieder weist sie darauf hin, dass starke und kluge Frauen die Geschichte Admonts entscheidend mitgeprägt haben. Die Admonter Nonnen schufen im Mittelalter eine außergewöhnliche Bildungsstätte für junge Frauen. Auch die Gründung des Klosters geht auf eine bedeutende weibliche Persönlichkeit zurück: Hemma von Gurk, deren Weitblick und Engagement bis heute nachwirken. Für die ≠igfem ist diese Perspektive besonders interessant.
Wo Bibliotheken oft als neutrale Orte des Wissens erscheinen, stellt sich zugleich die Frage, welche Stimmen überliefert wurden, welche fehlen und welche Geschichten neu erzählt werden müssen.
Katja Maierhofer eröffnet mit ihrer Arbeit genau diesen Raum für Fragen, Reflexion und neue Perspektiven.
Weitere Infos zur Arbeit von Katja Maierhofer.