Frauen sichtbar machen im Gedächtnis des Kloster – Katja Maierhofer
Beim Schreibretreat in Admont, begegneten die Autorinnen einer Frau, die Wissen nicht nur bewahrt, sondern zugänglich macht: MMag. Dr. Katja Maierhofer vom Archiv und der Bibliothek des Stiftes Admont. Zu ihren Aufgaben gehören die Betreuung wissenschaftlicher Anfragen zu den Beständen der Stiftsbibliothek sowie die Entwicklung von Vermittlungsprogrammen für eine interessierte Öffentlichkeit. Ein besonderes Anliegen ist ihr, den Zugang zu den reichen Buchbeständen des Stiftes für möglichst viele Menschen zu öffnen.
Das Stift Admont hat dabei auch im Bereich der Digitalisierung eine Vorreiterrolle übernommen. Mit den kostenlosen „Blick-ins-Buch“-Workshops wird sichtbar gemacht, was sich hinter den historischen Buchrücken verbirgt und welche Geschichten, Erkenntnisse und Perspektiven in den Beständen verborgen liegen. Besonders spannend ist Katja Maierhofers Blick auf die Rolle von Frauen in der Klostergeschichte. Immer wieder weist sie darauf hin, dass starke und kluge Frauen die Geschichte Admonts entscheidend mitgeprägt haben. Die Admonter Nonnen schufen im Mittelalter eine außergewöhnliche Bildungsstätte für junge Frauen. Auch die Gründung des Klosters geht auf eine bedeutende weibliche Persönlichkeit zurück: Hemma von Gurk, deren Weitblick und Engagement bis heute nachwirken. Für die ≠igfem ist diese Perspektive besonders interessant.
Wo Bibliotheken oft als neutrale Orte des Wissens erscheinen, stellt sich zugleich die Frage, welche Stimmen überliefert wurden, welche fehlen und welche Geschichten neu erzählt werden müssen.
Katja Maierhofer eröffnet mit ihrer Arbeit genau diesen Raum für Fragen, Reflexion und neue Perspektiven.

























